Die Beilagen kosten an einem Schweizer Grillabend oft mehr als das Fleisch — aber nur, wenn man sie fertig kauft. Ein komplettes selbstgemachtes Buffet für acht Personen — Kartoffelsalat, Coleslaw, Tomaten-Mozzarella, Knoblauch-Fladenbrot und zwei Dips — kostet insgesamt rund CHF 14–16, also unter CHF 2 pro Person. Dieselbe Auswahl an der Frischtheke kostet CHF 5–8 pro Person, bevor überhaupt jemand eine Bratwurst anfasst.
Die Rezepte und Preise unten entsprechen dem, was Migros, Coop, Lidl und Aldi im Juni 2026 tatsächlich verlangen — die Zahlen stimmen also an der Kasse, nicht nur auf dem Papier.
Welche Grillbeilagen sind pro Person am günstigsten?
Die günstigsten Beilagen basieren auf Grundzutaten — Kartoffeln, Teigwaren, Kabis, Mehl —, die auch in der Schweiz pro Portion sehr wenig kosten. So viel kostet jeder Klassiker für acht Personen:
- Kartoffelsalat: 2 kg Kartoffeln (CHF 1.99 bei Lidl), Dressing aus Joghurt, Senf, Essiggurken und einem Schuss Essig — insgesamt etwa CHF 4.00, also CHF 0.50 pro Person.
- Teigwarensalat: 500 g Fusilli (CHF 0.89), Cherrytomaten, eine rote Peperoni und ein einfaches Öl-Essig-Dressing — etwa CHF 3.40, also CHF 0.45 pro Person.
- Coleslaw: ein halber Weisskabis, zwei Rüebli und ein Joghurt-Mayo-Dressing — etwa CHF 2.60, also CHF 0.35 pro Person.
- Tomaten-Mozzarella: 500 g Tomaten und zwei Mozzarella-Kugeln à 150 g mit Basilikum — etwa CHF 3.50, also CHF 0.45 pro Person.
- Knoblauch-Fladenbrot: Mehl, Hefe, Olivenöl und Knoblauch, im Ofen gebacken oder direkt auf den Grill gelegt — etwa CHF 1.20, also CHF 0.15 pro Person.
- Maiskolben: vier Kolben, halbiert für acht Personen — etwa CHF 4.80, also CHF 0.60 pro Person. Der teuerste Klassiker, aber immer noch günstiger als jeder Fertigsalat.
Nichts davon verlangt mehr Können als Kochen, Schneiden und Rühren. Die Ersparnis entsteht fast vollständig dadurch, dass man Fertigprodukte durch zwanzig Minuten eigene Zeit ersetzt.
Was kostet ein komplettes Beilagenbuffet für acht Personen?
Vier Beilagen und zwei Dips decken den ganzen Tisch ab. Eine ausgewogene Kombination sieht so aus:
- Kartoffelsalat — CHF 4.00
- Coleslaw — CHF 2.60
- Tomaten-Mozzarella — CHF 3.50
- Knoblauch-Fladenbrot — CHF 1.20
- Hummus — CHF 1.80
- Quark-Kräuter-Dip — CHF 2.10
Total: CHF 15.20 für acht Personen — CHF 1.90 pro Person. Je nach Gästen lässt sich Teigwarensalat oder Maiskolben eintauschen; das Total bleibt so oder so im Bereich von CHF 14–16.
Zum Vergleich der Fertigweg: Fertigsalate kosten CHF 2.20–3.50 pro 200-g-Portion, Dips CHF 3.50–4.50 pro kleinem Becher. Acht Personen so zu versorgen kostet schnell CHF 45–60 — mehr als das Fleisch selbst. Zusammen mit einem klugen Fleischeinkauf passen die Beilagen oben bequem in einen kompletten Grillabend für sechs unter CHF 40.
Welcher Laden ist bei Beilagen-Zutaten am günstigsten?
Bei den Grundzutaten dieser Rezepte sind Lidl und Aldi durchgehend am günstigsten, während Migros und Coop bei frischem Gemüse aufschliessen, wenn ihre Wochenaktionen passen.
| Produkt | Migros | Coop | Lidl | Aldi |
|---|---|---|---|---|
| Kartoffeln 2 kg | CHF 2.50 | CHF 2.80 | CHF 1.99 | CHF 1.79 |
| Teigwaren 500 g | CHF 1.50 | CHF 1.40 | CHF 0.89 | CHF 0.75 |
| Weisskabis 1 kg | CHF 2.20 | CHF 2.30 | CHF 1.60 | CHF 1.50 |
| Tomaten 500 g | CHF 2.40 | CHF 2.20 | CHF 1.89 | CHF 1.99 |
| Mozzarella 150 g | CHF 1.10 | CHF 1.20 | CHF 0.79 | CHF 0.75 |
| Quark 500 g | CHF 2.60 | CHF 2.40 | CHF 1.60 | CHF 1.50 |
| Naturejoghurt 500 g | CHF 1.60 | CHF 1.50 | CHF 0.95 | CHF 0.89 |
| Maiskolben ×2 | CHF 3.20 | CHF 2.95 | CHF 2.49 | CHF 2.39 |
| Gurke | CHF 1.30 | CHF 1.20 | CHF 0.89 | CHF 0.85 |
| Kichererbsen 400-g-Dose | CHF 1.20 | CHF 1.10 | CHF 0.79 | CHF 0.75 |
Der ganze Warenkorb oben kostet bei Lidl oder Aldi rund CHF 12–13, bei Migros oder Coop CHF 18–19 — eine Differenz von 30–35% bei identischen Grundzutaten. Denner lohnt sich für die Getränke zum Buffet, und wer für zwanzig oder mehr Gäste kocht, drückt mit den Grosspackungen von Aligro bei Kartoffeln, Quark und Getränken den Preis pro Person noch weiter.
Wie macht man Dips günstiger als gekauft?
Bei keinem Teil des Grilltischs ist der Unterschied zwischen selbstgemacht und fertig grösser als bei den Dips. Drei Rezepte, die zusammen zehn Minuten dauern:
- Hummus: eine 400-g-Dose Kichererbsen (CHF 0.79), ein Löffel Tahini oder Erdnussbutter, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl — etwa CHF 1.80 für eine grosse Schüssel. Ein 200-g-Becher aus dem Supermarkt kostet CHF 3.50–4.50 und reicht für halb so viele Personen.
- Quark-Kräuter-Dip: 500 g Quark (CHF 1.60), Schnittlauch, Knoblauch und Zitronenabrieb — etwa CHF 2.10, und er passt gleichzeitig als Topping zu Grillkartoffeln.
- Tzatziki: 500 g Naturejoghurt (CHF 0.89), eine halbe geriebene Gurke, Knoblauch und etwas Olivenöl — etwa CHF 2.00.
Alle drei halten sich zwei bis drei Tage im Kühlschrank — Reste sind also ein Vorteil, kein Problem. Das Muster zieht sich über den ganzen Tisch: Selbstgemacht schlägt Fertigprodukte beim Preis fast immer — und beim Geschmack selten nicht.
Selbstgemachte Dips kosten rund einen Drittel der Fertigversion — und die Basiszutaten (eine Dose Kichererbsen, ein Becher Quark, ein Becher Joghurt) sind genau die Produkte, bei denen Lidl und Aldi die grossen Ketten am deutlichsten unterbieten.
Wie bereitet man vor und vermeidet Verschwendung?
Beilagen sind der dankbarste Teil eines Grillabends, weil fast alles durch Ruhezeit besser wird. Kartoffelsalat und Coleslaw schmecken nach einer Nacht im Kühlschrank tatsächlich besser — also am Vorabend zubereiten. Den Fladenbrotteig am Morgen anrühren; er braucht eine langsame Gehzeit und zwei Minuten Formen. Nur der Tomaten-Mozzarella sollte erst kurz vor dem Servieren angerichtet werden, damit die Tomaten fest bleiben.
Verschwendung lässt sich gut steuern, wenn man die Zugabe gleich mitplant: Übrig gebliebener Teigwarensalat ist das Büro-Mittagessen von morgen, Hummus wird zum Brotaufstrich, und Coleslaw begleitet noch zwei Tage lang jedes Abendessen unter der Woche. Wer mehr warme-Tage-Ideen in dieser Preisklasse sucht: Die Sommersalate unter CHF 3 folgen derselben Logik — Grundzutaten zuerst.
Die Dressings für jedes Rezept auf dieser Seite kommen aus dem Vorratsschrank — Öl, Essig, Senf, Salz, getrocknete Kräuter —, die Einkaufsliste bleibt also kurz. Einis Algorithmus verfolgt die Wochenaktionen bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro und verwandelt deinen Grillplan in eine sortierte Einkaufsliste — du siehst den günstigsten Laden für jedes Produkt, bevor du das Haus verlässt.
Dressings aus Vorratszutaten statt aus der Flasche: Ein fertiges Dressing kostet CHF 3–4 und reicht für zwei Salate; dasselbe Geld in Öl, Essig und Senf investiert würzt einen ganzen Sommer davon.
Häufig gestellte Fragen
Kann man acht Personen wirklich für unter CHF 2 pro Person mit Grillbeilagen versorgen?
Ja. Vier selbstgemachte Beilagen plus zwei Dips — Kartoffelsalat, Coleslaw, Tomaten-Mozzarella, Knoblauch-Fladenbrot, Hummus und Quark-Kräuter-Dip — kosten zu Juni-2026-Preisen insgesamt etwa CHF 15.20, also rund CHF 1.90 pro Person, wenn die Grundzutaten von Lidl oder Aldi stammen.
Welche Beilagen kann ich am Vortag zubereiten?
Kartoffelsalat, Coleslaw und alle drei Dips werden über Nacht im Kühlschrank sogar besser. Der Fladenbrotteig kann ab dem Morgen ruhen. Nur der Tomaten-Mozzarella sollte kurz vor dem Servieren angerichtet werden, damit die Tomaten fest bleiben und der Mozzarella den Teller nicht verwässert.
Sind selbstgemachte Dips wirklich günstiger als gekaufte?
Deutlich. Eine grosse Schüssel Hummus aus einer Dose Kichererbsen für CHF 0.79 kostet etwa CHF 1.80, während ein 200-g-Becher aus dem Supermarkt CHF 3.50–4.50 kostet und für weniger Personen reicht. Über Hummus, Tzatziki und Quark-Kräuter-Dip hinweg kostet selbstgemacht rund einen Drittel des Fertigpreises.
Wo kaufe ich Beilagen-Zutaten für eine grosse Gruppe am besten ein?
Lidl und Aldi sind bei den Grundzutaten am günstigsten — Kartoffeln, Teigwaren, Quark, Joghurt, Kichererbsen aus der Dose. Migros und Coop halten bei frischem Gemüse mit, wenn die Wochenaktionen passen, Denner ist stark bei Getränken, und die Grosspackungen von Aligro lohnen sich ab etwa zwanzig Gästen.
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