Ein gepacktes Zug-Picknick kostet grob ein Viertel des SBB-Bordrestaurants. Ein Sandwich, ein Getränk, ein Kaffee und ein Snack kommen an Bord auf etwa CHF 22, aber auf rund CHF 4, wenn du sie zu Hause aus dem Supermarkt packst. Für eine vierköpfige Familie auf einer Hin- und Rückfahrt sind das CHF 140 oder mehr Unterschied.

Schweizer Lebensmittel liegen ohnehin rund 61% über dem EU-Durchschnitt, also legt sich der Bord-Aufschlag auf eine bereits teure Basis. Selbst packen macht aus einem CHF-22-Mittagessen ein CHF-4-Mittagessen, und meist isst du besser als ein eingeschweisstes Dreieck-Sandwich.

Wie viel kostet das SBB-Bordrestaurant wirklich

Das Bordrestaurant, betrieben von Elvetino auf vielen InterCity-Strecken, ist wirklich praktisch: eine warme Mahlzeit am Platz, während das Mittelland vorbeizieht. Das hat seinen Preis. Ein Café crème liegt bei rund CHF 4.90, ein belegtes Brötchen bei etwa CHF 9, ein warmes Gericht wie Pasta, Curry oder Älplermagronen zwischen CHF 16 und CHF 19, ein 0,5-L-Süssgetränk bei etwa CHF 5.20 und ein 0,5-L-Bier bei rund CHF 6.50.

Nichts davon ist ein Skandal für eine fahrende Küche, aber es ist Restaurant-Preisgestaltung auf ohnehin hohen Schweizer Preisen. Es folgt derselben Logik wie der Convenience-Aufpreis bei Coop Pronto und Migrolino: Du zahlst für Ort und Sofortigkeit, nicht für das Essen selbst. Auf einer zweistündigen Fahrt Zürich–Genf kommt ein Paar mit je einem Kaffee, einem Hauptgang und einem Getränk locker auf CHF 50, bevor das Dessert dazukommt.

Was dasselbe Essen als gepacktes Picknick kostet

Stell das Äquivalent am Vortag bei Coop, Migros, Lidl, Aldi oder Denner zusammen, und die Zahlen brechen ein. Kaffee aus der eigenen Thermoskanne kostet ein paar Rappen; ein Brötchen, das du selbst belegst, ist ein Bruchteil des Thekenpreises; Wasser aus dem Sixpack liegt deutlich unter CHF 0.50 pro Flasche. Die Tabelle unten stellt einem typischen Bordrestaurant-Artikel seine zu Hause gepackten Kosten gegenüber.

ArtikelBordrestaurant-PreisGepackte Picknick-Kosten
Kaffee (Café crème)CHF 4.90CHF 0.40 (Thermoskanne)
Belegtes Brötchen oder SandwichCHF 9.00CHF 2.30
Warmes Gericht (Pasta, Curry, Rösti)CHF 17.50CHF 3.50 (vorgekocht, in der Thermoskanne)
0,5 L WasserCHF 4.50CHF 0.40 (Sixpack)
0,5 L Süssgetränk oder EisteeCHF 5.20CHF 0.55
Stück Kuchen oder DessertCHF 5.50CHF 0.80
Snack (Schokolade, Chips)CHF 3.50CHF 0.90
Bier 0,5 LCHF 6.50CHF 1.10 (aus der Harasse)
Richtwerte für SBB-Bordrestaurant-Preise gegenüber Supermarkt-Picknick-Kosten, beobachtet über die letzten Saisons inklusive 2026. Bordmenüs und Preise variieren je nach Strecke und ändern sich mit der Zeit.

Faustregel: Ein gepacktes Picknick kostet etwa ein Viertel der Bordrechnung. Ein CHF-22-Mittagessen im Zug sind gepackt rund CHF 4–5, und jede Fernreise, die du selbst verpflegst, behält so rund CHF 18 pro Person in deiner Tasche.

Welches Essen im Zug gut funktioniert

Der Trick ist, Essen zu wählen, das einen Rucksack übersteht und sich auf einem Klapptisch sauber essen lässt, ohne Besteck-Akrobatik und ohne Geruch, der den ganzen Wagen gegen dich aufbringt. Die besten Picknick-Artikel sind fest, trocken und vorportioniert:

  • Belegte Brötchen, Wraps und Brezeli: ein Buurebrot-Brötchen mit Käse und Trockenfleisch hält stundenlang zusammen und braucht keinen Teller.
  • Hartgekochte Eier und Käsewürfel: günstiges Eiweiss, das nicht ausläuft; die Eier zu Hause schälen.
  • Geschnittenes Gemüse und robustes Obst: Rüebli-Stängel, Peperoni, Trauben, ein Apfel. Alles weglassen, was braun wird oder zerdrückt.
  • Trockenfrüchte, Nüsse und Znüni-Riegel: der klassische Schweizer Reise-Snack, und im grossen Beutel viel günstiger als in Einzelportionen.
  • Ein fester Kuchen: ein Stück Kuchen, ein Zopf oder Bananenbrot schlägt ein CHF-5.50-Dessert an Bord.

Pack es wie einen rollenden Apéro statt wie eine einzelne Mahlzeit, und eine lange Fahrt fühlt sich nie nach Rationierung an. Dieselbe saubere Logik trägt unseren Apéro mit kleinem Budget und ein richtiges Seepicknick für CHF 4 pro Kopf.

Was zu Hause bleiben sollte

Ein Zug ist eine geteilte, warme, fahrende Box, deshalb machen manche Speisen, die am Picknicktisch problemlos sind, an Bord Ärger. Lass diese von der Liste:

  • Flüssige oder saucige Gerichte: Currys in wackligen Schälchen, angemachte Salate und Joghurt, die Löffel und eine ruhige Hand brauchen. Ein Ruck, und es landet beim Nachbarn.
  • Starke Gerüche: hartgekochte Eier sind Grenzfall; warmer Fisch, sehr reifer Käse und Raclette-Reste sind einem vollen Wagen gegenüber nicht fair.
  • Alles, was geschnitten werden muss: Was Messer und Gabel braucht, gehört an einen Tisch, nicht auf ein Tablett.
  • Leicht Verderbliches in der Hitze: In einer Juli-Hitzewelle verderben mayonnaiselastige und rohe-Fleisch-Artikel schnell. Frier ein Getränk ein, das zugleich als Kühlakku dient.

Wie du ein Zug-Picknick in zehn Minuten packst

Das braucht kein Projekt. Am Abend zuvor oder am Morgen gehst du fünf Schritte durch:

  1. Kauf, was in der Aktion ist. Bau das Picknick um das Brot, den Käse und das Obst, das diese Woche ohnehin reduziert ist; dort verstärkt sich die eigentliche Ersparnis zusätzlich zum Verzicht aufs Bordrestaurant.
  2. Mains belegen und einpacken. Mach die Brötchen oder Wraps, koch die Eier und schneide das Gemüse in eine verschliessbare Dose. Halte Feuchtes und Trockenes getrennt.
  3. Snacks portionieren. Fülle Nüsse und Trockenfrüchte aus dem grossen Beutel in kleine Dosen um, statt Einzelportionen zu kaufen.
  4. Eine Flasche einfrieren. Eine gefrorene 0,5-L-Wasserflasche kühlt die Tasche und gibt dir bis Mittag ein kaltes Getränk, was im Sommer entscheidend ist.
  5. Eine Thermoskanne dazu. Kaffee oder Tee von zu Hause in der Thermoskanne ist die grösste Einzel-Ersparnis gegenüber dem Café crème an Bord.

Zehn Minuten Vorbereitung ersetzen eine CHF-20–50-Bordrechnung durch eine Tasche, die nebenbei auch besser schmeckt und weniger Abfall macht.

Wie viel eine Familie über ein Reisejahr spart

Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt gibt bereits rund CHF 636 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus, laut dem Bundesamt für Statistik. Essen unterwegs treibt diese Zahl leise nach oben, denn Bahnhofs- und Bordpreise gehören zu den höchsten, die dir begegnen. In Zahlen:

  • Eine Person, eine Fahrt: CHF 22 an Bord gegenüber etwa CHF 4 gepackt, spart ~CHF 18.
  • Vierköpfige Familie, Hin- und Rückfahrt: grob CHF 175 an Bord gegenüber CHF 33 gepackt, spart ~CHF 140.
  • Ein Pendler, der zweimal pro Woche packt statt kauft: etwa CHF 36 pro Woche, oder deutlich über CHF 1'500 pro Jahr.

Selbst eine Familie, die nur für Tagesausflüge und Ferien reist, sagen wir zehn Hin- und Rückfahrten pro Jahr, behält rund CHF 1'400, indem sie packt statt an Bord zu kaufen. Das ist ein Ferienbudget, das sich in einer Kühltasche versteckt.

Darf man eigenes Essen in Schweizer Zügen mitnehmen?

Ja, ohne Grauzone. Die SBB erlaubt es, eigenes Essen und Trinken in jeder Klasse mitzunehmen und zu konsumieren, auch in der ersten Klasse und im Bordrestaurant-Wagen selbst. Es gibt keine Regel, dass du an Bord kaufen musst, und keinen Mindestumsatz, um im Speisewagen zu sitzen, wenn du dort einfach einen Platz gefunden hast. Die einzigen echten Grenzen sind Rücksicht — halte Geruch und Sauberkeit im Griff — und das gelegentliche Alkoholverbot auf bestimmten Extra- oder Nachtzügen.

Die Wahl geht also rein um Geld und Bequemlichkeit. Wenn du zehn Minuten und einen Kühlschrank hast, gewinnt Packen deutlich. Wenn du ohne Vorbereitung zum Zug hetzt, ist das Bordrestaurant da, und genau in diesem Moment erwischt dich der Aufschlag.

Häufig gestellte Fragen

Ist das SBB-Bordrestaurant teuer?

Im Vergleich zu einem selbst gepackten Picknick ja. Ein Café crème kostet rund CHF 4.90, ein belegtes Sandwich etwa CHF 9 und ein warmes Hauptgericht CHF 16–19. Der Komfort ist echt, aber du zahlst grob das Vierfache dessen, was dieselben Artikel im Supermarkt kosten.

Welches Essen lässt sich im Zug einfach essen?

Sauberes Essen bei Zimmertemperatur reist am besten: belegte Brötchen oder Wraps, hartgekochte Eier, Käsewürfel, geschnittenes Gemüse, Trockenfrüchte und Nüsse, ein fester Kuchen und alles in einer verschliessbaren Dose. Verzichte auf flüssige Saucen, starke Gerüche und Gerichte, die Messer und Gabel brauchen.

Wie viel spare ich mit einem gepackten Zug-Picknick?

Ein typisches Bordrestaurant-Mittagessen aus Sandwich, Getränk, Kaffee und einem Snack kostet etwa CHF 22; die gepackte Version rund CHF 4. Das sind grob CHF 18 gespart pro Person, oder über CHF 140 für eine vierköpfige Familie auf einer Hin- und Rückfahrt.

Darf ich mein eigenes Essen in Schweizer Zügen mitnehmen?

Ja. Die SBB erlaubt es, eigenes Essen und Trinken in jeder Klasse mitzunehmen und zu konsumieren, auch im Bordrestaurant-Wagen. Die einzigen Grenzen sind Rücksicht bei Geruch und Sauberkeit sowie das gelegentliche Alkoholverbot auf bestimmten Extrazügen.

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