Ein erster WG-Küchen-Einkauf ist das gemeinsame Fundament, aus dem alle kochen: Öl, Salz und ein kleines Gewürzregal, trockene Grundnahrungsmittel wie Pasta und Reis, ein paar Saucen, dazu Putzbasics und Kühlschrank-Staples. Kauft das einmal als WG, teilt die Rechnung, und jede Person ergänzt Frühstück und Snacks selbst.
Von Grund auf zu Discounter-Preisen eingekauft, kommt diese gemeinsame Basis auf rund CHF 100–115 — unter CHF 120 für eine Küche, in der vier Leute monatelang kochen. Durch vier geteilt sind das etwa CHF 28 pro Person, weniger als ein einziger Take-away in der ersten hungrigen Woche.
Was eine WG-Küche am ersten Tag braucht
Der Einzug in eine Wohngemeinschaft — eine WG — bedeutet meist eine Küche mit Schränken, aber nichts drin, oder ein chaotisches Halbregal der Vormieter. Die Falle ist doppelt: Entweder kauft niemand die langweiligen Basics, und am ersten Abend merkt man, dass kein Salz da ist — oder vier Mitbewohner kaufen je ihr eigenes Öl, Mehl und Abwaschmittel, und der Schrank ertrinkt in Doubletten.
Die Lösung ist ein einziger gemeinsamer Ersteinkauf. Denk an die Dinge, zu denen du bei jedem Kochen in kleinen Mengen greifst — ein Fett zum Braten, Salz und Pfeffer, ein Bouillonwürfel, ein Schuss Essig — dazu die trockenen Staples, die zu Abendessen werden, und das Putzset, das die Küche benutzbar hält. Unsere Liste der Schweizer Vorratsprodukte ist das Rückgrat; eine WG kauft sie einfach einmal, gemeinsam. Wenn du auch die Küche selbst einrichtest, gilt dieselbe Einmal-Kauf-Logik fürs Einrichten der ersten Wohnungsküche mit Pfannen, einem Messer und einem Schneidebrett.
Geteilt oder persönlich — die Aufteilung, die den Frieden wahrt
Die meisten WG-Reibereien ums Essen drehen sich nicht ums Geld, sondern um Fairness. Am saubersten vermeidest du sie, indem ihr am ersten Tag entscheidet, welcher Schrank gemeinsam ist und welches Tablar dir gehört. Gemeinsame Artikel sind die, die alle in winzigen Mengen brauchen und niemand allein kaufen will: Öl, Salz, Gewürze, Bouillonwürfel, Putzmittel, Alu- und Frischhaltefolie. Persönliche Artikel hängen am Geschmack oder werden allein gegessen: dein Müesli, dein Protein-Joghurt, deine Snacks, dein Bier.
Manches liegt dazwischen. Milch, Eier, Butter und Brot funktionieren als gemeinsame Staples, wenn die WG wirklich zusammen kocht und isst — und als persönliche Artikel, wenn alle unterschiedliche Zeiten haben. Wählt pro Artikel ein Modell und beschriftet die Tablare — Malerband und ein Filzstift schlichten mehr Streit als jede WG-Sitzung.
Faustregel: Was alle in kleinen Mengen brauchen und mühsam zu teilen ist — Öl, Salz, Gewürze, Putzmittel, Folie — ist gemeinsam. Was persönlichem Geschmack folgt oder allein gegessen wird — dein Müesli, dein Joghurt, dein Bier — ist persönlich. Im Zweifel persönlich; gemeinsame Listen funktionieren am besten, wenn sie kurz bleiben.
Die Ersteinkaufs-Liste, Kategorie für Kategorie
Hier ein konkreter Ersteinkauf für eine vierköpfige WG, zu Discounter-Preisen. Die Spalte «gemeinsam» ist das, was die WG am Einzugstag zusammen kauft; die Spalte «persönlich» ist das, was sich jede Person in der ersten Woche selbst besorgt. Die Mengen gehen von einer komplett leeren Küche aus.
| Kategorie | Startartikel | Ungefährer Preis | Gemeinsam oder persönlich |
|---|---|---|---|
| Öle & Fette | Sonnenblumenöl 1 L, Olivenöl 0,5 L | CHF 9 | Gemeinsam |
| Salz, Pfeffer & Gewürzregal | Salz, Pfeffer, Paprika, Curry, Bouillonwürfel | CHF 14 | Gemeinsam |
| Saucen & Basics | Passata, Sojasauce, Senf, Essig | CHF 11 | Gemeinsam |
| Trockene Staples | Pasta 2 kg, Reis 1 kg, Mehl 1 kg | CHF 12 | Gemeinsam |
| Zucker, Kaffee & Tee | Zucker 1 kg, gemahlener Kaffee, Teebeutel | CHF 15 | Gemeinsam |
| Putzen & Papier | Abwaschmittel, Schwämme, Müllsäcke, Haushaltspapier, Lappen | CHF 16 | Gemeinsam |
| Folie, Beutel & Aufbewahrung | Frischhaltefolie, Gefrierbeutel, Backpapier | CHF 8 | Gemeinsam |
| Gemeinsame Kühlschrank-Staples | Milch, Eier, Butter, Hartkäse | CHF 16 | Gemeinsam |
| Persönliches Frühstück & Znüni | Eigenes Müesli, Brot, Aufstrich, Snacks | CHF 18 | Persönlich |
| Persönlich frisch & Mittagessen | Ausgewählte Früchte, Joghurt, Sandwich-Beläge | CHF 15 | Persönlich |
Die acht gemeinsamen Zeilen summieren sich auf rund CHF 101 — die ganze gemeinsame Küche für unter CHF 120, oder etwa CHF 25 pro Kopf in einer Vierer-WG. Die zwei persönlichen Zeilen sind, was jede Person für die eigenen Frühstücke und Mittagessen obendrauf legt.
Wo sollten Studierende das Starter-Set kaufen
Für einen Einkauf von Grund auf gewinnen die Discounter klar. Im K-Tipp-Preisvergleich 2024 eines 30-Artikel-Warenkorbs war Lidl mit CHF 162.05 am günstigsten, vor Aldi (CHF 166.59), Coop (CHF 167.82) und Migros (CHF 170.37). Über einen breiteren 100-Artikel-Warenkorb liegen Aldi und Lidl rund 12% unter Migros und bis zu 25% unter Coop — echtes Geld, wenn du zwanzig Artikel auf einmal kaufst.
Ein praktischer Plan: den Grossteil des Ersteinkaufs bei Lidl oder Aldi machen, dann die Lücken — eine bestimmte Marke oder Frischwaren, die dein Discounter nicht führt — bei Migros oder Coop füllen. Denner, Teil der Migros-Gruppe, lohnt sich für vergünstigte Markenstaples wie Kaffee und Pasta. Eine grosse WG, die zusammen kocht, kann Öl, Reis und Pasta in Gastro-Grössen bei Aligro rechnen, dem Cash-and-Carry-Grosshändler, wo Grosspackungen den Kilopreis weiter drücken. Unser Schweizer Einkaufsguide für Studierende geht tiefer darauf ein, ein Semesterbudget über die Zeit zu strecken.
Wie ihr die Kosten fair aufteilt
Der gemeinsame Einkauf bleibt nur fair, wenn die Geldseite einfach ist. Drei Systeme funktionieren in der Praxis: eine physische Kasse, in die alle monatlich einzahlen, ein gemeinsamer digitaler Topf per Twint zwischen den Mitbewohnern, oder eine rotierende «Wer zahlt diesmal»-Liste mit dem Kassenzettel als Foto im Gruppenchat. Was ihr auch wählt: Legt es am ersten Tag fest, bevor die erste Flasche gemeinsames Öl leer ist und sich jemand als heimlicher Sponsor der WG fühlt.
Ein brauchbarer Richtwert: Budgetiert CHF 8–12 pro Mitbewohnerin und Monat für die gemeinsame Küchenkasse. Das deckt Öl, Salz, Gewürze, Putzmittel und Folie, die alle aufbrauchen, aber niemand allein kaufen will — und verhindert, dass die gemeinsame Liste still zum Problem einer einzelnen Person wird.
Dein Einzugs-Einkauf in fünf Schritten
Mach aus alldem einen einzigen Nachmittag:
- Zuerst die Küche abgehen. Notiere, was die Vormieter gelassen haben und welche Ausstattung schon da ist, bevor du irgendetwas kaufst — bei null fängst du selten an.
- Die Liste in gemeinsam und persönlich teilen. Einigt euch als WG auf die zwei Spalten. Zehn Minuten mit der Tabelle oben klären das ein für alle Mal.
- Den Grosseinkauf beim Discounter machen. Lidl oder Aldi für die gemeinsame Basis — ein Wagen, ein Kassenzettel, eine Rechnung zum Teilen.
- Das Geldsystem festlegen. Kasse, Twint-Topf oder Rotation: entscheidet, bevor ihr auspackt, nicht nach dem ersten Streit.
- Persönliche Artikel separat kaufen. Jede Person kauft Frühstück, Snacks und Vorlieben auf die eigene Karte.
Was es über ein Semester kostet — und was Planung spart
Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt gibt laut Bundesamt für Statistik rund CHF 636 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus. Studierende in einer WG liegen deutlich darunter — aber nur, wenn die Küche nach Plan läuft und nicht auf tägliche Spontaneinkäufe und Take-aways, wo ein Semesterbudget still versickert.
Der Ersteinkauf von CHF 100–115 ist einmalig. Danach kann eine WG, die Mahlzeiten rund um die Aktionen plant, in Chargen kocht und die Basics teilt, die Lebensmittel pro Person auf rund CHF 200–260 pro Monat halten — bequem weniger als Mensa und Kebab-Bude. Der grösste Hebel ist nicht, einmal günstig zu kaufen; es ist, jede Woche nach Plan zu kaufen, damit der am Einzugstag gefüllte Schrank sich weiter auszahlt.
Genau für diese wöchentliche Planung ist Eini gebaut: Unser Algorithmus verfolgt aktuelle Preise bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro, macht aus einem Mahlzeitenplan eine Einkaufsliste, die die WG teilen kann, und zeigt, wo die WG-Staples diese Woche am günstigsten sind. Eini ist gratis herunterladbar, mit optionalem Premium-Abo für CHF 1.00/Woche.
Häufig gestellte Fragen
Was brauche ich für den ersten WG-Küchen-Einkauf?
Das gemeinsame Fundament: Speiseöl, Salz, Pfeffer und ein kleines Gewürzregal, trockene Staples wie Pasta, Reis und Mehl, ein paar Saucen und Bouillonwürfel, Putzmittel und Folie, dazu Kühlschrank-Basics wie Milch, Eier und Butter. Kauft das einmal als WG, dann ergänzt jede Person Frühstück und Snacks selbst.
Wie viel kostet es, eine gemeinsame Küche auszustatten?
Zu Discounter-Preisen kommt der gemeinsame Ersteinkauf für eine vierköpfige WG auf rund CHF 100–115 — unter CHF 120. Durch vier geteilt sind das etwa CHF 28 pro Person. Persönliche Artikel wie eigenes Müesli und Joghurt kommen mit rund CHF 30–35 pro Mitbewohnerin in der ersten Woche dazu.
Was sollte in einer WG gemeinsam, was persönlich sein?
Teilt, was alle in kleinen Mengen brauchen und mühsam zu teilen ist: Öl, Salz, Gewürze, Putzmittel und Folie. Persönlich bleibt, was dem Geschmack folgt oder allein gegessen wird: dein Müesli, dein Joghurt, deine Snacks und Getränke. Im Zweifel persönlich — kurze gemeinsame Listen sorgen für weniger Streit.
Wo kaufen Studierende am günstigsten ein?
Bei den Discountern. Im K-Tipp-Warenkorbvergleich 2024 war Lidl mit CHF 162.05 am günstigsten, vor Aldi, Coop und Migros. Aldi und Lidl liegen bei einem breiteren Warenkorb rund 12% unter Migros. Mach dort den Grosseinkauf, nutze Denner für vergünstigte Marken und Aligro für Grossmengen, wenn die WG zusammen kocht.
Kann Eini einen Ersteinkauf planen?
Ja. Füge die Staples deiner WG hinzu, und Einis Algorithmus erstellt eine Einkaufsliste, vergleicht aktuelle Preise bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro und zeigt, wo jeder Artikel diese Woche am günstigsten ist. Eini ist gratis herunterladbar, mit optionalem Premium-Abo für CHF 1.00/Woche.
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