Herbstsuppen sind die günstigste warme Mahlzeit in der Schweizer Küche. Wenn die ersten kühlen Abende kommen, erreichen die Zutaten einer guten Suppe — Kürbis, Rüebli, Lauch, Kartoffeln und getrocknete Hülsenfrüchte — ihren Jahrestiefpreis. Fünf klassische Schweizer Suppen kosten unter CHF 1 pro Teller, wenn du sie auf diesem Spätsommergemüse und ein paar Vorratsbasics aufbaust — und jede lässt sich einfrieren.

Ein selbst gekochter Teller liegt bei rund CHF 0.75–0.95. Die gekühlte Suppe an der Supermarkt-Theke kostet CHF 3–4, ein Teller im Café CHF 8–9. Tausche drei Mittagessen pro Woche gegen selbst gemachte Suppe und du sparst grob CHF 25–30 pro Woche — echtes Geld für etwas, das du in einem Topf in einer halben Stunde kochst.

Welches Herbstgemüse ergibt die günstigste Suppe

Suppe ist günstig, weil ihre besten Zutaten im Herbst günstig sind. Ab September kommen Schweizer Wurzelgemüse und Kürbis in Mengen von den Feldern, und die Preise fallen auf den tiefsten Punkt des Jahres. Rüebli, Kartoffeln, Lauch, Knollensellerie, Zwiebeln und Kürbis liegen regelmässig bei CHF 1–2 pro Kilo, und ein Kilo Gemüse ergibt vier bis sechs Teller.

Den Rest erledigt der Vorrat. Getrocknete Linsen, Spalterbsen, weisse Bohnen, ein Bouillonwürfel oder selbst gemachte Brühe, eine Zwiebel und ein Schuss Öl machen aus günstigem Gemüse eine sättigende Mahlzeit. Es sind dieselben preiswerten Basics wie hinter unseren Rezepten nur aus dem Vorrat — nichts Exotisches, nichts, das in einer Woche verdirbt.

Faustregel: Ein Topf Suppe für vier kostet weniger als eine einzelne gekühlte Suppe aus dem Regal. Kommt ein Teller über CHF 1.20, ist fast immer gekaufte Brühe oder ein teures Protein schuld — nimm eine selbst gemachte Brühe aus Gemüseabschnitten und getrocknete Hülsenfrüchte, und er fällt zurück unter CHF 1.

Fünf Schweizer Suppen für unter CHF 1 pro Teller

Jede baut auf einem günstigen Saisongemüse auf und kocht in einem einzigen Topf. Die Kosten gehen von Schweizer Discounter-Preisen und selbst gekochten Portionen aus, Vorratsbasics anteilig eingerechnet. Mehr Ideen nach demselben Muster gibt es in unserer Übersicht der günstigsten Suppen der Schweiz.

SuppeWichtigstes HerbstgemüseKosten pro TellerEinfrieren?
KürbissuppeButternuss- oder Hokkaido-KürbisCHF 0.75Ja — nach dem Auftauen glatt pürieren
RüeblisuppeRüebli + etwas IngwerCHF 0.65Ja
Lauch-KartoffelLauch + KartoffelCHF 0.85Ja — bei Körnigkeit neu pürieren
LinsensuppeRote Linsen + RüebliCHF 0.95Ja — dickt ein, Wasser zugeben
MinestroneBohnen, Sellerie, TomateCHF 0.80Ja — ohne die Teigwaren einfrieren
Geschätzte Kosten pro Teller (300–350 ml) zu Schweizer Discounter-Preisen, beobachtet über die letzten Herbstsaisons inklusive 2026. Selbst gekochte Portionen; Vorratsbasics (Öl, Brühe, Gewürze) anteilig eingerechnet.

Wie macht man eine dünne Suppe sättigend genug fürs Abendessen

Ein reines Gemüsepüree ist eine schöne Vorspeise, aber ein dünnes Abendessen. Um aus einem Teller eine Hauptmahlzeit zu machen, gib eine Stärke oder ein Protein dazu, das fast nichts kostet:

  • Getrocknete Hülsenfrüchte: eine Handvoll rote Linsen, Spalterbsen oder weisse Bohnen dickt den Topf und liefert Protein für ein paar Rappen pro Portion.
  • Kartoffel oder Gerste: eine gewürfelte Kartoffel oder ein Löffel Rollgerste macht jede Gemüsesuppe sättigend.
  • Brot und Käse: ein Kanten Brot von gestern und etwas geriebener Sbrinz oder Gruyère — oder eine harte Käserinde im Topf mitgekocht — geben Körper und Geschmack für fast nichts.
  • Ein Löffel Rahm oder Milch: am Ende eingerührt, lässt er eine Kürbis- oder Rüeblisuppe reicher schmecken, als sie ist.

Baue zwei, drei davon ein, und aus einem Teller für CHF 0.80 wird ein Abendessen, über das sich eine hungrige Familie nicht beklagt.

Kann man Suppe vorkochen und portionsweise einfrieren

Ja — Suppe ist fast die ideale Vorkoch-Mahlzeit, und sie in einzelnen Portionen einzufrieren macht die tiefen Kosten pro Teller erst real. Einmal kochen, einen Monat lang essen:

  1. Koche die doppelte Menge. Dünste eine Zwiebel oder Lauch in Öl an, gib das gehackte Herbstgemüse dazu, mit Brühe bedecken und 20–25 Minuten köcheln, bis alles weich ist.
  2. Pürieren oder stückig lassen, dann ganz am Schluss würzen — Suppe braucht mehr Salz, als man denkt, sobald sie heiss ist.
  3. Schnell abkühlen. Stell den Topf in ein Becken mit kaltem Wasser und portioniere innert zwei Stunden, damit nichts warm herumsteht.
  4. In Behälter zu 300–350 ml portionieren oder in flach gelegte Gefrierbeutel zum Stapeln. Beschrifte jeden mit Inhalt und Datum.
  5. Einfrieren und innert drei Monaten verbrauchen. Aus dem Gefrierfach heraus erhitzen oder über Nacht auftauen; einen Schuss Wasser zugeben, falls sie eingedickt ist, und frische Kräuter, Teigwaren oder Rahm erst beim Erwärmen einrühren.

Gefrier-Richtwert: Eine pürierte Gemüsesuppe hält rund drei Tage im Kühlschrank und drei Monate im Tiefkühler. Eine Portion von 300–350 ml ist ein Hauptgang-Teller; 200 ml eine Vorspeise. Suppen, die Teigwaren oder Reis tragen sollen, ohne die Stärke einfrieren und frisch zugeben, sonst wird es matschig.

Wo Suppengemüse am günstigsten ist — und wie man nichts verschwendet

Das günstigste Suppengemüse überhaupt ist das, das du schon hast. Der Herbst ist Schwemmzeit: die letzten Sommerzucchetti und Tomaten, dazu die ersten Kürbisse und Wurzeln, sind oft günstig, weil es so viel davon gibt. In Hofläden und in den losen Gemüsekisten der Discounter sind die Kilopreise am tiefsten, und leicht angeschlagenes oder krummes Gemüse — perfekt für einen Topf, der ohnehin püriert wird — ist noch günstiger.

Suppe ist auch das beste Mittel gegen Foodwaste in der Küche. Die Abschnitte, die die meisten wegwerfen — Rüebligrün, Lauchgrün, Sellerieblätter, Zwiebelschalen, eine Käserinde — sind genau das, woraus Gemüse ohne Abfall kochen eine gratis, tief aromatische Brühe macht. Das summiert sich: Schweizer Haushalte werfen pro Person rund 119 kg Lebensmittel im Jahr weg, Gemüse gehört zu den am häufigsten weggeworfenen Kategorien, so das Bundesamt für Umwelt (BAFU). Eine wöchentliche Suppe aus den Resten der Woche tilgt davon leise einen guten Teil.

Was eine Woche Suppen-Mittagessen wirklich kostet

Für eine Person zusammengerechnet, die das Take-away unter der Woche gegen einen Topf Suppe tauscht:

  • Ein Topf Linsen-Rüebli-Suppe: rund CHF 4.50 an Zutaten für sechs grosszügige Teller, also CHF 0.75 pro Teller.
  • Fünf Suppen-Mittagessen statt fünf Café-Teller zu CHF 9: du gibst unter CHF 4 aus statt CHF 45.
  • Wochenersparnis: grob CHF 40, oder rund CHF 160 im Monat, wenn Suppe deine Arbeitsmittagessen abdeckt.

Schon der Tausch von nur drei Mittagessen pro Woche bringt rund CHF 25–30 — bevor du das aus dem Abfall gerettete Gemüse mitzählst. Koche am Sonntag, friere in Portionen ein, und die Woche läuft von selbst. Lade Eini herunter und lass den Algorithmus das günstigste Suppengemüse für dich zusammenstellen.

Häufig gestellte Fragen

Was ist die günstigste Suppe zum Selbermachen?

Eine Suppe aus getrockneten Hülsenfrüchten — rote Linsen oder Spalterbsen — auf Herbst-Wurzelgemüse und selbst gemachter Brühe ist meist die günstigste, oft CHF 0.60–0.75 pro Teller. Getrocknete Linsen und Bohnen kosten einen Bruchteil von Fleisch und dicken den Topf ohne zusätzliche Zutat.

Welches Herbstgemüse ist am günstigsten für Suppe?

Schweizer Wurzelgemüse und Kürbis. Ab September fallen Rüebli, Kartoffeln, Lauch, Knollensellerie und Kürbis auf ihren Jahrestiefstand, oft CHF 1–2 pro Kilo, und ein einziges Kilo ergibt vier bis sechs Teller. Sie sind die günstigste Suppenbasis des Jahres.

Kann ich Suppe portionsweise einfrieren?

Ja. Kühle die Suppe schnell ab, portioniere sie in Behälter zu 300–350 ml oder flache Gefrierbeutel, beschrifte sie und friere sie bis zu drei Monate ein. Pürierte Gemüsesuppen frieren am besten; lass Teigwaren, Reis oder Rahm weg und gib sie beim Erwärmen frisch dazu.

Wie mache ich Suppe sättigender?

Gib eine günstige Stärke oder ein Protein dazu — Linsen, weisse Bohnen, Kartoffel, Rollgerste oder eine Handvoll Teigwaren — und runde mit Brot, geriebenem Käse oder einer mitgekochten Käserinde ab. Das macht aus einer dünnen Vorspeise eine Hauptmahlzeit für ein paar Rappen mehr.

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