Ja — aber nur, wer in grösseren Mengen pflückt. Auf einem typischen Schweizer Selber-Pflücken-Feld kosten Erdbeeren im Juni 2026 rund CHF 6.50–9.00 pro Kilo, während Schweizer Erdbeeren bei Migros oder Coop CHF 9.90–13.00 pro Kilo kosten. Das ist eine echte Ersparnis von rund 30–40% — bevor man die Anfahrt einrechnet. Wer 4–5 Kilo für Konfitüre und den Tiefkühler pflückt, fährt klar besser; wer 20 km für eine einzelne 500-g-Schale fährt, verliert still und leise gegen den Supermarkt.

Wie funktioniert Selber Pflücken in der Schweiz?

Das System ist erfrischend einfach. Bauernhöfe im Mittelland, im Seeland, im Thurgau und im Wallis öffnen ihre Felder während der Erntesaison für die Öffentlichkeit — Erdbeeren ab Ende Mai, Kirschen und Himbeeren ab Mitte Juni, Sonnenblumen und Dahlien bis in den Spätsommer. Man geht aufs Feld, nimmt einen Korb oder bringt ein eigenes Gefäss mit, pflückt, was man möchte, und bezahlt nach Gewicht am Stand — oder wirft bei vielen kleineren Feldern das Geld ins Kässeli.

Die meisten Felder schreiben die Kilopreise auf eine Tafel am Eingang, und viele kündigen die Öffnungstage auf einer Wandtafel an der Strasse oder auf der Website des Hofs an. Blumenfelder funktionieren etwas anders: Man bezahlt pro Stiel, schneidet mit der bereitgestellten Schere und zahlt am Kässeli meist einen Bruchteil des Floristenpreises.

Es gibt keine Mitgliedschaft und keinen Mindesteinkauf — weshalb viele Schweizer Familien einen Erdbeer-Pflückmorgen im Juni zuerst als Ausflug und erst danach als Einkauf betrachten. Die Schweizer Erdbeersaison ist kurz — das Zeitfenster für die besten Felder beträgt rund vier bis sechs Wochen.

Was kostet das Selberpflücken pro Kilo im Vergleich zum Supermarkt?

Die Preise variieren je nach Region und Hof, aber das Muster im Juni 2026 ist konsistent: Selber Pflücken unterbietet die grossen Supermärkte bei Schweizer Beeren deutlich, während Lidl und Aldi dazwischenliegen — allerdings oft mit importierter statt Schweizer Ware zum tieferen Preis.

Produkt (pro kg, ausser vermerkt)Selber-Pflücken-FeldMigrosCoopLidl / Aldi
Erdbeeren (Schweiz)CHF 6.50–9.00CHF 11.80CHF 12.00CHF 8.90
Kirschen (Schweiz)CHF 7.50–9.50CHF 14.50CHF 15.00CHF 11.90
Himbeeren (Schweiz)CHF 13.00–15.00CHF 22.00CHF 23.60CHF 18.00
Schnittblumen, pro StielCHF 1.50–2.50CHF 3.50CHF 3.90CHF 2.50
Richtpreise, Schweizer Selber-Pflücken-Felder und Supermärkte, Juni 2026. Tatsächliche Preise variieren je nach Hof, Region und Woche.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Der grösste absolute Abstand liegt bei Kirschen und Himbeeren — empfindliche Früchte, deren kommerzielle Ernte teuer ist, weshalb die Höfe die eingesparten Lohnkosten an dich weitergeben. Zweitens: Lidl und Aldi verkleinern die Lücke bei den Erdbeeren, aber meist mit spanischer oder italienischer Ware; auf dem Feld bekommst du Schweizer Beeren, reif gepflückt in derselben Stunde.

Wann schlägt das Selberpflücken den Supermarkt wirklich?

Die ehrliche Antwort: Es hängt von Menge und Distanz ab. Selber Pflücken hat einen versteckten Kostenpunkt, den der Supermarkt nicht hat — die Anfahrt. Der TCS rechnet mit Vollkosten von rund CHF 0.70 pro Autokilometer; eine Fahrt von 15 km pro Weg kostet also etwa CHF 21. Diese eine Zahl entscheidet die meisten Fälle.

Die Rechnung mit Erdbeeren bei CHF 4 Ersparnis pro Kilo gegenüber Migros:

  • 1 kg gepflückt, 30 km hin und zurück: CHF 4 bei den Früchten gespart, aber ~CHF 21 Fahrkosten. Netto rund CHF 17 Verlust. Der Supermarkt gewinnt.
  • 5 kg gepflückt, gleiche Strecke: CHF 20 bei den Früchten gespart, ~CHF 21 Fahrkosten. Etwa ein Nullsummenspiel — plus ein Familienausflug.
  • 5 kg gepflückt, Feld auf dem Arbeitsweg oder 5 km entfernt: CHF 20 gespart, CHF 3–7 Fahrkosten. Ein klarer Gewinn von CHF 13–17 — und bessere Früchte.

Mit dem Velo oder zu Fuss ist jedes Kilo reine Ersparnis. Die Faustregel: Selber Pflücken lohnt sich, wenn das Feld nah ist, wenn du mindestens 3–4 Kilo pflückst — oder wenn du die Fahrt sowieso gemacht hättest.

Pflücke in Mengen, nicht in Schälchen. Reife Erdbeeren halten nur 2–3 Tage, aber entstielt und auf einem Blech eingefroren halten sie Monate — und 4 kg Feld-Erdbeeren ergeben rund 10 Gläser Konfitüre für etwa CHF 30 Fruchtkosten, statt CHF 45–55 mit denselben Beeren von Coop oder Migros.

Wie sieht es bei Kirschen, Himbeeren und Blumenfeldern aus?

Kirschen sind der finanziell stärkste Fall des Sommers. Schweizer Kirschen sind Premium-Früchte — CHF 14–15 pro Kilo bei den grossen Ketten in einem normalen Juni —, weil die kommerzielle Ernte langsame, sorgfältige Arbeit auf der Leiter ist. Selber-Pflücken-Obstgärten im Baselbiet, Aargau und in Zug verlangen typischerweise CHF 7.50–9.50 pro Kilo, ungefähr die Hälfte des Regalpreises. Wer 3 Kilo pflückt, hat in zwanzig Minuten CHF 15–20 gespart. Die Schweizer Kirschensaison erreicht ihren Höhepunkt von Mitte Juni bis Mitte Juli — dieses Fenster ist genau jetzt offen.

Himbeeren folgen derselben Logik, mit einem Extra-Bonus: Feld-Himbeeren werden vollreif gepflückt, während Supermarkt-Himbeeren früh geerntet werden, um den Transport zu überstehen. Du zahlst CHF 13–15 statt CHF 18–24 pro Kilo und bekommst spürbar bessere Früchte.

Blumenfelder sind das stille Schnäppchen. Ein Strauss mit 10 Sonnenblumen oder Dahlien kostet ab Feld CHF 15–25, gegenüber CHF 35–40 am Blumenstand des Supermarkts. Pro Besuch ist es eines der besten Verhältnisse der Saison — und die Blumen halten länger, weil sie vor einer Stunde geschnitten wurden und nicht drei Tage unterwegs waren.

Wie findest du Selber-Pflücken-Felder in deiner Nähe?

Ein einziges nationales Verzeichnis gibt es nicht, aber drei Wege decken den Grossteil der Schweiz ab. Erstens die Plattformen der Bauernverbände — vomhof.ch und myfarm.ch — mit Filter nach «Selbstpflücken» und Kanton. Zweitens listen regionale Produzentenseiten ihre Mitgliedsfelder mit täglichen Statusmeldungen, denn ein Feld kann am Samstagnachmittag leergepflückt sein. Drittens der Low-Tech-Klassiker: Die gelben und roten Schilder an den Landstrassen im Juni lügen selten.

Vor der Fahrt anrufen oder die Website des Hofs prüfen — das Wetter schliesst Felder kurzfristig, und nichts vernichtet die Ersparnis schneller als 40 km Fahrt zu einem geschlossenen Tor.

Geh wenn möglich an einem Wochentagmorgen. Wochenendnachmittage sind am vollsten, und die besten Reihen sind schnell abgeerntet; am Dienstag um 9 Uhr hast du erste Wahl, kühlere Temperaturen und Früchte, die nicht schon fünfzig Leute vor dir angefasst haben.

Und ist die Ausbeute zu Hause, bleibt die Ersparnis nur bestehen, wenn die Früchte auch verwertet werden. Friere ein, was du nicht innerhalb von zwei Tagen isst, und baue es in deinen Wochenplan ein — gefrorene Beeren passen perfekt zu vorbereiteten Mahlzeiten, und Eini vergleicht echte Preise bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro. So kannst du den Menüplan und die Einkaufsliste für den Rest der Woche um das Gepflückte herum aufbauen.

Häufige Fragen zum Selber Pflücken

Ist Selberpflücken immer günstiger als der Supermarkt?

Nein. Der Feldpreis pro Kilo liegt bei Schweizer Früchten fast immer unter Migros oder Coop, aber die Fahrkosten können die Ersparnis auffressen. Es lohnt sich wirklich, wenn das Feld wenige Kilometer entfernt ist, wenn du 3 Kilo oder mehr pflückst — oder wenn du die Fahrt ohnehin gemacht hättest.

Muss ich reservieren oder eigene Gefässe mitbringen?

Die meisten Felder verlangen keine Reservation — du kommst während der angeschriebenen Öffnungszeiten. Körbe oder Schalen werden meist bereitgestellt, aber eigene flache Behälter sind bei empfindlichen Früchten wie Himbeeren und Erdbeeren clever, weil sie in tiefen Kübeln Druckstellen bekommen. Nimm Bargeld mit: Viele Kässeli-Felder akzeptieren nur Münzen und Noten, grössere Höfe zunehmend auch Twint.

Wann ist die beste Zeit zum Erdbeerpflücken in der Schweiz?

Die Schweizer Erdbeersaison dauert von Ende Mai bis Anfang Juli, mit Höhepunkt Mitte Juni. Wochentagmorgen bieten die vollsten Reihen und die kühlsten Bedingungen. Prüfe die Website des Hofs oder ruf vorher an — Felder schliessen nach starkem Regen oder wenn ein Abschnitt leergepflückt ist.

Was mache ich mit mehreren Kilo Beeren, damit nichts verdirbt?

Die schönsten Früchte innerhalb von zwei Tagen frisch essen, den Rest auf einem Blech einfrieren und dann abpacken — oder noch am selben Abend zu Konfitüre oder Kompott verarbeiten. Aus vier Kilo Feld-Erdbeeren werden rund zehn Gläser Konfitüre — zu fast der Hälfte der Kosten gegenüber derselben Konfitüre mit Supermarkt-Beeren.

Kann mir Eini sagen, ob der Feldpreis wirklich ein guter Deal ist?

Ja. Eini verfolgt echte Preise bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro — du kannst also vor der Fahrt prüfen, was Erdbeeren oder Kirschen diese Woche im Regal kosten. Unterbietet das Feld den besten Supermarktpreis deutlich, pflückst du; wenn nicht, bringen dir die Menüpläne und automatischen Einkaufslisten der App die Früchte auf dem günstigen Weg.

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