Selbst gemachte Grillsaucen sind fast immer günstiger als gekaufte — typischerweise 50 bis 70 Prozent weniger pro Portion. Eine fertige BBQ-Sauce, Aioli oder ein Kräuterdip kostet CHF 2.60 bis 3.50; dieselbe Menge aus Vorratszutaten kostet rund CHF 0.90 bis 1.30. Und du bestimmst Zucker, Salz und Zusatzstoffe selbst.
Über einen Sommer mit Wochenend-Grillen — ein Dutzend Grillabende, je drei Saucen — spart der Wechsel von Flaschen zu Selbstgemachtem einem Haushalt rund CHF 60 bis 80. Das ist Geld, das der durchschnittliche Schweizer Haushalt, der ohnehin schon rund CHF 636 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (Bundesamt für Statistik) ausgibt, fast unbemerkt über das Saucenregal verliert.
Was eine gekaufte Sauce wirklich kostet
Wer eine Marken-Grillsauce kauft, zahlt für vier Dinge: etwas Tomate und Essig, viel Wasser und Zucker, die Flasche und die Marke auf dem Etikett. Der essbare Teil kostet Rappen. Die Schweizer Regalpreise verschärfen die Sache noch — Lebensmittel liegen hier rund 61% über dem EU-Durchschnitt — mit einer BBQ-Flasche im mittleren Segment bei CHF 3.20 bis 3.90 und einer kleinen Tube Aioli bei CHF 2.80 bis 3.50.
Pro Portion wirkt das harmlos: Eine Flasche reicht für zehn bis zwölf Portionen, also 30 Rappen pro Löffel. Der Haken ist, dass ein Grilltisch selten mit einer Sauce auskommt. Ein Grillabend für vier mit BBQ-Sauce, Knoblauch-Aioli und Kräuterdip bedeutet drei offene Flaschen, und das meiste davon steht zwei Monate später noch in der Kühlschranktür, die Hälfte landet irgendwann im Abfall. Nur die Saucen zu kaufen, die man wirklich nutzt, in der Menge, die man wirklich braucht — genau da gewinnt Selbstgemachtes. Ein Blick auf den Grundpreis pro 100 g entlarvt die teuersten Flaschen sofort: Fertige Spezialsaucen liegen oft bei CHF 8 bis 12 pro Kilo, während die selbst gerührte Variante unter CHF 4 pro Kilo bleibt.
Drei Grillsaucen aus Vorratszutaten
Diese drei decken fast jeden Grill ab: eine süss-rauchige, eine kräftig-knoblauchige, eine frisch-kräutrige. Keine braucht Spezialgeräte, und alle stützen sich auf Basics, die du vermutlich schon zu Hause hast — dasselbe Argument, das für ein günstig aufgebautes Gewürzregal spricht.
Rauchige BBQ-Sauce. 250 g Passata oder Tomatenpüree mit zwei Esslöffeln braunem Zucker, einem Esslöffel Essig, einem Teelöffel Senf, einem Teelöffel Paprika und einer Prise Salz zehn Minuten köcheln. Das ergibt eine 400-g-Portion für rund CHF 1.30 mit Eigenmarken von Aldi, Lidl oder Denner, und sie hält zwei bis drei Wochen.
Knoblauch-Aioli. Ein Eigelb mit etwas Senf verrühren, dann 150 ml Öl tropfenweise unter kräftigem Rühren einarbeiten, bis es zu Mayonnaise andickt. Eine zerdrückte Knoblauchzehe, einen Spritzer Zitrone und Salz unterrühren. Kein Mixer, keine Küchenmaschine: Schüssel und Schwingbesen reichen, sofern die Zutaten Raumtemperatur haben und du das Öl langsam zugibst. Kosten: unter CHF 1.
Joghurt-Kräuter-Dip. Eine Handvoll gehackten Schnittlauch und Petersilie sowie eine geriebene Knoblauchzehe in 200 g Naturjoghurt oder Quark rühren, mit Zitrone, Salz und Pfeffer. Zwei Minuten, rund CHF 1, und er taugt gleich auch als Salatsauce.
Faustregel: Besteht eine Sauce vor allem aus Öl, Ei, Tomate oder Milchprodukt plus Gewürzen, schlägt Selbstgemachtes die Flasche jedes Mal im Preis. Gewinnen kann die Flasche bei lang gekochten, essigreichen Saucen, die man selten braucht — ein Spezial-Ketchup, den du einmal im Jahr aufbrauchst, lohnt das Köcheln nicht.
Der Kostentest, Sauce für Sauce
Hier der direkte Vergleich für einen typischen Schweizer Grill: eine Markenflasche gegen dieselbe Menge, zu Hause aus Eigenmarken gemacht.
| Sauce | Gekauft (typisch) | Selbst gemacht, gleiche Menge | Du sparst |
|---|---|---|---|
| Rauchige BBQ-Sauce (≈400 g) | CHF 3.50 | CHF 1.30 | CHF 2.20 |
| Knoblauch-Aioli (≈250 g) | CHF 3.20 | CHF 0.90 | CHF 2.30 |
| Joghurt-Kräuter-Dip (≈200 g) | CHF 2.60 | CHF 1.00 | CHF 1.60 |
| Cocktail-/Curry-Dip (≈250 g) | CHF 2.90 | CHF 0.85 | CHF 2.05 |
| Drei Saucen zusammen | CHF 9.30 | CHF 3.20 | CHF 6.10 |
Sechs Franken pro Grillabend sind für sich noch keine Revolution. Über einen Sommer schon, und sie kommen obendrauf zu dem, was du beim Fleisch selbst sparst — wo die grösseren Gewinne stecken, zeigt unser Schweizer Grillfleisch-Preisvergleich. Wer im Sommer regelmässig grilliert, spart allein bei den Saucen leicht CHF 70 bis 90 über die Saison.
Wie lange halten selbst gemachte Grillsaucen?
Bei der Haltbarkeit hat die Flasche als Einziges einen echten Vorteil, also lohnt es sich, die Menge auf die Basis abzustimmen:
- BBQ-Sauce aus Tomate und Essig: zwei bis drei Wochen im sauberen, verschlossenen Glas im Kühlschrank. Die Säure konserviert.
- Aioli auf Eibasis: zwei bis drei Tage, nicht länger — rohes Eigelb ist heikel. Am Morgen des Grillens machen.
- Joghurt- oder Quark-Kräuterdips: drei bis vier Tage, und am besten frisch angerührt.
- Öl-Kräuter-Saucen (Chimichurri): bis zu einer Woche; das Öl schliesst die Kräuter von der Luft ab.
Zwei Gewohnheiten halten Saucen in der Sommerhitze sicher: mit einem sauberen Löffel servieren statt mit gebrauchtem Besteck einzutauchen, und das Glas bis zum Grillstart im Kühlschrank lassen, nicht den ganzen Nachmittag auf dem Tisch. Vorsicht bei rohem Ei ist an heissen Tagen am wichtigsten. Die BBQ-Sauce lässt sich zudem einfrieren: in Portionen zu Eiswürfeln gefroren hält sie mehrere Monate und taut sich Löffel für Löffel wieder auf.
Einen Sommervorrat in zwanzig Minuten machen
Der Trick: Saucen in einer kleinen Session machen, nicht als abendliche Pflichtübung:
- Zuerst die Prospekte checken. Notiere, welcher Laden diese Woche Öl, Eier, Tomatenprodukte oder Joghurt in der Aktion hat — das sind deine Saucenbasen.
- Eigenmarken kaufen. Bei Saucenzutaten ist die Discounter- oder Eigenmarke nach dem Mischen und Würzen nicht zu unterscheiden. Niemand schmeckt die Marke deiner Passata.
- Das Haltbare vorbereiten. BBQ-Sauce köcheln und jede Öl-Sauce zu Wochenbeginn anrühren; beides hält tagelang.
- Das Verderbliche frisch machen. Aioli und Joghurtdip am Grilltag selbst zubereiten.
- Gläser beschriften und datieren. Ein Streifen Klebeband mit dem Datum beendet das Rätselraten — und den Abfall.
Die App die Zutatenpreise im Auge behalten lassen
Selbstgemachtes bleibt nur günstig, wenn die Rohzutaten gut eingekauft sind, und Öl, Eier und Milchprodukte wandern bei den Ketten ständig in und aus der Aktion. Genau diese Fleissarbeit übernimmt Einis Algorithmus: Er verfolgt die aktuellen Preise deiner Saucenbasics bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro und baut sie in Mahlzeitenplan und Einkaufsliste ein, sodass eine Portion Sauce aus dem entsteht, was diese Woche am günstigsten ist. Es ist dieselbe Logik wie hinter unserem Blick auf Selbstgemachtes gegen gekaufte Snacks — kleine Wechsel, wiederholt, die sich summieren.
Ein einfacher Saucen-Richtwert: Kostet eine Flasche mehr als das Dreifache dessen, was dich dieselbe Menge zum Selbermachen kostet, mach sie selbst. Bei BBQ-Sauce, Aioli und jedem Dip auf Milchbasis stimmt das fast immer. Eini gibt es zum Herunterladen, mit optionalem Premium-Abo für CHF 1.00 pro Woche, wenn du die vollen Planungswerkzeuge willst.
Häufig gestellte Fragen
Sind selbst gemachte Grillsaucen günstiger?
Ja, meist um 50 bis 70 Prozent pro Portion. Eine fertige BBQ-Sauce, Aioli oder ein Kräuterdip kostet CHF 2.60–3.50; dieselbe Menge aus Vorratszutaten kostet rund CHF 0.90–1.30. Am grössten ist der Unterschied bei Aioli und Spezialdips, wo man vor allem Glas und Marke bezahlt.
Wie lange halten selbst gemachte Saucen?
Es kommt auf die Basis an. Eine BBQ-Sauce aus Essig und Tomate hält zwei bis drei Wochen im sauberen, verschlossenen Glas im Kühlschrank. Aioli auf Eibasis sollte innert zwei bis drei Tagen gegessen werden. Joghurt- oder Quarkdips halten drei bis vier Tage. Immer einen sauberen Löffel nehmen und die Saucen zwischen den Runden kühl halten.
Welche BBQ-Sauce ist am günstigsten selbst zu machen?
Eine Sauce auf Tomatenbasis aus Passata oder Tomatenpüree mit braunem Zucker, Essig, Senf und Paprika. Eine 400-g-Portion kostet mit Eigenmarken von Aldi, Lidl oder Denner rund CHF 1.20–1.40 — deutlich unter einem Drittel einer Markenflasche, und du bestimmst den Zucker selbst.
Kann man Aioli ohne Mixer machen?
Ja. Ein Eigelb mit etwas Senf verrühren, dann 150 ml Öl tropfenweise unter ständigem Rühren zugeben, bis es dick wird; zerdrückten Knoblauch, Zitrone und Salz einrühren. Von Hand dauert das etwa fünf Minuten. Zutaten auf Raumtemperatur und langsames Ölzugeben verhindern das Gerinnen.
Kann Eini Deals für Saucen-Zutaten finden?
Ja. Einis Algorithmus verfolgt die Preise für Öl, Eier, Tomatenprodukte, Gewürze und Milchprodukte bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro und baut deine Einkaufsliste um die aktuellen Aktionen herum — so wird eine Portion selbst gemachte Sauce noch günstiger. Eini gibt es zum Herunterladen, mit optionalem Premium-Abo für CHF 1.00 pro Woche.
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