Bei einem Bruttolohn von CHF 100'000 gehen rund CHF 13'250 an die Sozialversicherungen — AHV/IV/EO, Arbeitslosenversicherung, Unfalldeckung und Pensionskasse —, bevor überhaupt ein Franken Steuern berechnet wird. Die Einkommenssteuer nimmt danach je nach Kanton zwischen rund 11 und 22 Prozent des Bruttolohns. Die Krankenkasse wird separat in Rechnung gestellt und erscheint nie auf der Lohnabrechnung.
In Zürich durchgerechnet bleiben von einem Vertrag über CHF 100'000 rund CHF 69'550 pro Jahr, knapp CHF 5'800 im Monat. Nach Abzug der Krankenkassenprämie sind es noch etwa CHF 5'400, die Ihnen wirklich gehören.
Was wird vom Schweizer Lohn abgezogen, bevor er auf dem Konto landet?
Vier Positionen stehen auf fast jeder Schweizer Lohnabrechnung: AHV/IV/EO, ALV, Nichtberufsunfallversicherung und der BVG-Beitrag. Bei CHF 100'000 brutto nehmen sie zusammen rund CHF 13'250 pro Jahr — und zwar in Zug genau gleich viel wie in Genf, denn die Sätze sind eidgenössisch.
Die Einkommenssteuer ist die fünfte Position und verhält sich anders. Mit Schweizer Pass oder C-Bewilligung wird nichts abgezogen: Sie reichen eine Steuererklärung ein und der Kanton stellt Ihnen Rechnung. Wer quellenbesteuert ist, sieht eine Steuerzeile auf der Abrechnung — zu einem Satz, der Bund, Kanton und Gemeinde bereits zusammenfasst.
Die sechste Position erscheint nie auf einer Lohnabrechnung. Die Krankenversicherung ist ein Vertrag zwischen Ihnen und einem Versicherer, und jede erwachsene Person zahlt ihre eigene Prämie.
Wie viel nehmen AHV, ALV und Unfallversicherung von CHF 100'000?
Die AHV/IV/EO nimmt 5,3% des Bruttolohns, ohne Obergrenze: CHF 5'300 hier, CHF 15'900 bei einem Lohn von CHF 300'000. Der Arbeitgeber zahlt denselben Anteil noch einmal.
Die ALV, der Beitrag an die Arbeitslosenversicherung, beträgt 1,1% — aber nur auf Lohn bis CHF 148'200. Bei CHF 100'000 sind das CHF 1'100; oberhalb der Grenze sinkt der effektive Prozentsatz.
Die Nichtberufsunfallversicherung (NBU) deckt den Skiunfall und den Velosturz am Sonntag. Den Satz handelt Ihr Arbeitgeber aus, er variiert also je nach Branche, liegt aber typischerweise bei rund 1,3% — hier CHF 1'300. Berufsunfälle sind separat gedeckt, zulasten des Arbeitgebers.
Was diese Franken der ersten Säule bringen, beschreibt die Informationsstelle AHV/IV: eine Altersrente, die Invalidenversicherung und Erwerbsersatz während Dienst sowie bei Mutterschaft und Vaterschaft.
Faustregel: Bevor die Steuer überhaupt ins Spiel kommt, rechnen Sie mit rund 13% des Bruttolohns für die Sozialversicherungen. Die einzige Schwelle, die man sich merken sollte, ist CHF 148'200 — die Lohngrenze für den ordentlichen ALV-Beitrag.
Wie funktioniert der BVG-Abzug genau?
Nicht auf dem ganzen Lohn. Die zweite Säule nach BVG greift auf dem koordinierten Lohn: brutto minus einen festen Koordinationsabzug, also jenen Teil, den die AHV bereits abdeckt. Ihr Vorsorgeausweis nennt diesen Abzug und den Prozentsatz auf dem verbleibenden Betrag.
Der Arbeitnehmersatz steigt in Altersstufen — tief in jungen Jahren, steiler gegen die Pensionierung — und liegt in den mittleren Stufen typischerweise bei rund 7% bis 8% des koordinierten Lohns. Das Rechenbeispiel unten nimmt einen koordinierten Lohn von CHF 74'000 und einen Satz von 7,5% an: CHF 5'550 pro Jahr, rund CHF 460 im Monat. Das sind unsere Annahmen, kein allgemeingültiger Satz. Eine 25-jährige Person zahlt beim selben Bruttolohn spürbar weniger, mit 58 spürbar mehr — deshalb können zwei Arbeitgeber denselben Bruttolohn nennen und Vorsorgeausweise ausstellen, die sich um CHF 200 pro Monat unterscheiden.
Was bleibt von CHF 100'000 brutto wirklich übrig?
Hier die ganze Kette für eine Einzelperson in Zürich, in einer Gemeinde mit durchschnittlichem Steuerfuss, ohne Kinder und ohne besondere Abzüge:
| Position | Satz | Wofür | Pro Jahr bei CHF 100'000 |
|---|---|---|---|
| AHV/IV/EO | 5,3% brutto, ohne Obergrenze | Altersrente, Invalidenversicherung, Erwerbsersatz | CHF 5'300 |
| ALV | 1,1% bis CHF 148'200 | Arbeitslosentaggeld, Insolvenzentschädigung | CHF 1'100 |
| Unfall (NBU) | Typischerweise rund 1,3%, vom Arbeitgeber festgelegt | Unfälle ausserhalb der Arbeitszeit | CHF 1'300 |
| BVG-Beitrag | Rund 7–8% des koordinierten Lohns; hier 7,5% auf CHF 74'000 | Alterskapital der zweiten Säule | CHF 5'550 |
| Einkommenssteuer (Zürich) | 17,2% effektiv, alle drei Ebenen | Budgets von Bund, Kanton und Gemeinde | CHF 17'200 |
| Krankenkassenprämie — kein Lohnabzug | CHF 396 pro Monat, Grundversicherung | Grundversicherung nach KVG, direkt in Rechnung gestellt | CHF 4'752 |
Die fünf Lohnpositionen ergeben zusammen CHF 30'450, es bleiben CHF 69'550 — rund CHF 5'800 im Monat. Ziehen Sie die Prämie ab, sind Sie bei etwa CHF 5'400. Das ist die Zahl, die Sie der Miete gegenüberstellen sollten, nicht die CHF 8'333, die der Vertrag zu versprechen scheint.
Das sind allgemeine Informationen dazu, wie das Schweizer System funktioniert, keine individuelle Beratung — Ihr Kanton, Ihre Gemeinde und Ihre Situation verändern die Zahlen.
Warum bleibt bei gleichem Lohn nicht überall gleich viel übrig?
Weil zwei der sechs Positionen lokal sind: Einkommenssteuer und Prämie hängen vom Wohnort ab, die vier Sozialversicherungssätze nicht. Nehmen Sie Zug gegen Genf. Nach unseren Arbeitswerten liegt die effektive Gesamtsteuerbelastung bei CHF 100'000 in Zug bei 11,4% und in Genf bei 21,8% — CHF 11'400 gegenüber CHF 21'800. Rechnen Sie eine indikative Erwachsenenprämie von CHF 348 pro Monat in Zug und CHF 453 in Genf dazu, schliesst die Person in Zug das Jahr mit rund CHF 71'174 nach Steuern, Sozialversicherungen und Krankenkasse ab, jene in Genf mit CHF 59'514. Das sind fast CHF 11'660 pro Jahr, knapp CHF 970 im Monat, bei identischen Verträgen. Es handelt sich um unsere eigenen Richtwerte, nicht um offizielle Statistiken.
Der Kanton ist nur die halbe Geschichte: Jede Gemeinde legt ihren eigenen Steuerfuss fest, zwei Orte zwanzig Minuten auseinander können sich also um mehrere Prozentpunkte unterscheiden. Dieselbe Logik lässt Lebensmittelpreise je nach Kanton variieren, hier geht es nur um deutlich mehr Geld. Rechnen Sie Ihren Lohn vor der Unterschrift mit einem offiziellen kantonalen Steuerrechner für genau diese Gemeinde durch.
Warum vergessen Neuzuzüger die Krankenkassenprämie?
Weil sie fast überall sonst vom Lohn abgeht. Die Grundversicherung nach KVG ist für alle Einwohnerinnen und Einwohner obligatorisch, jede erwachsene Person zahlt ihre eigene Prämie, Kinder haben eigene Policen.
Was Sie steuern können, ist die Form des Vertrags, nicht der Leistungsumfang. Die Grundversicherung ist bei allen Kassen von Gesetzes wegen identisch, es unterscheiden sich nur Preis und Service. Sie wählen eine Jahresfranchise von CHF 300, 500, 1'000, 1'500, 2'000 oder 2'500; darüber zahlen Sie einen Selbstbehalt von 10%, bei Erwachsenen gedeckelt auf CHF 700 pro Jahr. Und Sie wählen ein Modell: Standard mit freier Arztwahl oder Hausarzt-, HMO- beziehungsweise Telmed-Modell, die einen Teil dieser Freiheit gegen eine tiefere Prämie eintauschen.
Eine hohe Franchise ist eine Wette auf Ihr eigenes Jahr, diese Wahl kann Ihnen niemand von aussen abnehmen. Der Preis dagegen ist keine Ansichtssache: Der Prämienvergleich des Bundesamtes für Gesundheit (Priminfo) listet jede bewilligte Prämie für Ihre Gemeinde, Ihr Alter, Ihre Franchise und Ihr Modell.
Termin: Für einen Wechsel auf den 1. Januar muss die schriftliche Kündigung bis Ende November beim bisherigen Versicherer eintreffen. Am 30. November aufgegeben ist zu spät, wenn sie am 2. Dezember ankommt.
Was bleibt für Lebensmittel und den Rest des Monats?
Zurück zur Einzelperson in Zürich mit rund CHF 5'400 im Monat. Nach unseren Arbeitswerten kostet eine 3,5-Zimmer-Wohnung in der Stadt etwa CHF 2'800, dazu rund CHF 120 für ein Monatsabo — bleiben gut CHF 2'480 für alles andere.
Ein durchschnittlicher Schweizer Haushalt gibt rund CHF 636 pro Monat für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke aus. Nebeneinandergestellt sind das rund 12% dessen, was tatsächlich ankommt — ein ganz anderes Bild als die 7,6%, die sich ergeben, wenn man CHF 636 durch den Bruttomonatslohn teilt. Genau diese Lücke ist der Grund, warum der Lebensmittelanteil am Nettoeinkommen die einzige Rechnung ist, die etwas aussagt.
Sie erklärt auch, warum Essen als Druckpunkt wahrgenommen wird, obwohl es nicht der grösste Posten ist. Miete, Steuern und Prämien stehen für ein Jahr fest. Lebensmittel sind der einzige grosse Posten, den Sie Woche für Woche bewegen können — und dort zeigen sich Preisveränderungen zuerst.
Wie rechnen Sie Ihren eigenen Wert aus?
- Beginnen Sie beim Jahresbruttolohn, 13. Monatslohn inklusive, und ziehen Sie 5,3% AHV/IV/EO und 1,1% ALV ab — bei CHF 100'000 sind das CHF 6'400.
- Suchen Sie die Unfallzeile auf einer echten Lohnabrechnung. Der NBU-Satz gehört Ihrem Arbeitgeber, er ist keine nationale Grösse.
- Lesen Sie Ihren Vorsorgeausweis für Koordinationsabzug, koordinierten Lohn und Ihren Altersstufensatz. Das ist die einzige verlässliche Quelle für den BVG-Wert.
- Rechnen Sie Kanton und genaue Gemeinde mit einem offiziellen Steuerrechner durch. Geben Sie sich nie mit einem kantonalen Durchschnitt zufrieden.
- Zählen Sie Ihre Krankenkassenprämie separat dazu. Sie steht nicht auf der Lohnabrechnung — deshalb sprengt sie still Budgets, die nur auf dem Nettolohn aufbauen.
- Teilen Sie durch zwölf und halten Sie das gegen Ihre Miete. Über einem Drittel wird das Budget eng, so sorgfältig Sie auch einkaufen.
Was auf dem Konto landet, ist die eine Hälfte der Frage; die andere ist, ob der Bruttobetrag überhaupt stimmt. Das Karrieremodul, Phase 2 der Eini-Roadmap, wird Ihren Lohn anhand von Funktion, Branche, Berufserfahrung und Kanton mit dem Schweizer Markt vergleichen. Es wird Fähigkeiten, Ausbildung und Lebenslauf lesen, um den realistischen nächsten Schritt zu benennen, die Lücke zwischen dem, was Sie mitbringen, und dem, was diese Rolle verlangt, aufzuzeigen und abzuschätzen, ob sich ein bestimmter Kurs oder ein Zertifikat rechnet. Live sind heute Lebensmittel und Menüplanung.
Häufig gestellte Fragen
Was wird vom Schweizer Lohn abgezogen?
AHV/IV/EO mit 5,3% des Bruttolohns, ALV mit 1,1% bis CHF 148'200, die Nichtberufsunfallversicherung mit typischerweise rund 1,3% und der BVG-Beitrag auf dem koordinierten Lohn. Wer quellenbesteuert ist, sieht zusätzlich eine Steuerzeile. Die Krankenkasse nie.
Wie viel netto bleibt bei CHF 100'000 brutto in der Schweiz?
Nach unseren Arbeitswerten für eine Einzelperson in einer durchschnittlichen Zürcher Gemeinde nehmen die Sozialversicherungen rund CHF 13'250 und die Steuer rund CHF 17'200; es bleiben etwa CHF 69'550 — CHF 5'800 im Monat. Eine Prämie von rund CHF 396 wird separat verrechnet, womit etwa CHF 5'400 bleiben.
Wird die Krankenkasse vom Lohn abgezogen?
Nein. Die Grundversicherung nach KVG ist ein Vertrag zwischen Ihnen und einem Versicherer, direkt in Rechnung gestellt, und jede erwachsene Person zahlt ihre eigene. Sie ist obligatorisch, läuft nie über den Arbeitgeber und überrascht Neuzuzüger am meisten.
Warum bleibt bei gleichem Lohn in Zug mehr übrig als in Genf?
Weil Steuern und Prämien lokal sind, die Sozialversicherungssätze dagegen eidgenössisch. Nach unseren Richtwerten liegt die effektive Steuerbelastung bei CHF 100'000 in Zug bei 11,4% und in Genf bei 21,8%, die Erwachsenenprämie bei CHF 348 gegenüber CHF 453 — zusammen fast CHF 11'660 Unterschied pro Jahr.
Hilft Eini beim Lohnvergleich in der Schweiz?
Das ist das Karrieremodul, Phase 2 der Roadmap — im Aufbau, noch nicht verfügbar. Es wird Ihren Lohn nach Funktion, Branche, Erfahrung und Kanton mit dem Schweizer Markt vergleichen, den realistischen nächsten Schritt benennen, die Kompetenzlücke zu dieser Rolle zeigen und abschätzen, ob sich ein Kurs rechnet. Live sind heute Lebensmittel und Menüplanung.
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