Manchmal. Der Mittelgang von Aldi und Lidl — die rotierende Aktion mit Non-Food-Angeboten — ist bei unkritischem Sommerzeug wie Kühlboxen, Ventilatoren, Campingstühlen und Planschbecken wirklich günstig. Bei Dingen, die du über Jahre hart nutzt, etwa Grills und Gartenmöbeln, ist er die schwächere Wahl: Da zählen Ersatzteile und Haltbarkeit mehr als der Preis auf dem Schild.

Eine passive Kühlbox, die bei Lidl CHF 20 kostet, kann beim Outdoor-Fachhändler CHF 60–80 kosten — bei praktisch gleicher Leistung. Das sind CHF 40–60 Ersparnis bei einem einzigen Gang durch den Mittelgang. Triffst du die Kategorie richtig, verdient sich der Gang seinen Ruf; triffst du sie falsch, ersetzt du im nächsten Frühling einen verzogenen Grill.

Was ist der Mittelgang von Aldi und Lidl?

Jeder Schweizer Discounter fährt neben den Lebensmitteln einen rotierenden Block mit Non-Food-Aktionen. Bei Lidl liegt er in der Ladenmitte und wechselt zweimal pro Woche; bei Aldi Suisse läuft er als thematische Aktionswochen. Im Ausland heisst er «Middle of Lidl» oder Aldis Specialbuys, auf Deutsch ist es schlicht der Mittelgang. Die Ware wird in einmaligen Chargen eingekauft, günstig ausgepreist und solange Vorrat verkauft — ist sie weg, ist sie weg, bis das Thema wiederkommt, oft erst ein Jahr später.

Der Sommer bringt davon einen vorhersehbaren Reigen: Grills und Kohle ab Mai, Kühlboxen und Ventilatoren durch die Hitze, dann Gartenmöbel, Sonnenschirme, Planschbecken, Campingausrüstung und Outdoor-Textilien. Neue Linien landen meist montags und donnerstags — dann ist die Auswahl am besten und die begehrten Artikel noch auf der Palette.

Faustregel: Verbrauchsmaterial und unkritisches Saisonzeug im Mittelgang kaufen; alles, was du über Jahre wöchentlich nutzt, beim Fachhändler mit Ersatzteilen und Garantie zum Reinlaufen. Der Preis auf dem Schild ist nur die Hälfte dessen, was ein langlebiges Produkt wirklich kostet.

Ist der Mittelgang wirklich sein Geld wert?

Oft, aber nicht immer — und ehrlich gesagt hängt es ganz von der Kategorie ab. Der Preis ist echt: Discounter kaufen in Mengen und sparen den Markenaufschlag, sodass ein Ventilator oder ein Campingstuhl einen Elektronik- oder Outdoor-Laden um die Hälfte unterbieten kann. Aufgeben musst du Auswahl, Kontinuität und Kundendienst. Es gibt ein Modell, nicht zehn; keine Ersatzteile, wenn die Charge ausverkauft ist; und ein Garantiefall heisst meist, den Artikel zurückzuschicken, statt in einen Laden zu gehen.

Bei einer Kühltasche für CHF 15 ist dieser Kompromiss egal. Bei einem Gasgrill für CHF 200, den du fünf Jahre lang jedes Wochenende nutzen willst, zählt er sehr. Die Disziplin besteht darin, beides vor der Kasse zu trennen. Es ist dieselbe Logik wie beim direkten Vergleich der Ketten in unserem Beitrag dazu, welcher Schweizer Discounter gewinnt — der tiefste Regalpreis ist nur dann ein Schnäppchen, wenn die Sache hält.

Welches Sommer-Non-Food lohnt sich wirklich?

Die verlässlichen Gewinner sind die unkritischen Artikel mit hohem Umschlag, bei denen ein Markenname wenig beiträgt:

  • Kühlboxen und Kühltaschen: Passive Modelle sind simpel, und Discounter-Versionen isolieren etwa so gut wie Markenware — zum Bruchteil des Preises.
  • Ventilatoren: Stand- und Turmventilatoren sind bei Hitze schnell weg, aber mit CHF 20–35 rund ein Drittel der Elektronikladen-Preise.
  • Camping- und Klappstühle: etwa CHF 10–15 pro Stück und völlig ausreichend für einen Badi-Nachmittag oder den Balkon.
  • Planschbecken und Luftmatratzen: von Natur aus günstig; der Discounter-Preis ist so gut wie jeder andere.
  • Einfache Gartengeräte und Textilien: Gartenschere, Giesskanne, Picknickdecke, Strandtuch — funktional und günstig genug, um sie als Wegwerfware zu behandeln.
  • Grill-Verbrauchsmaterial: Kohle, Anzündwürfel, Spiesse und Aluschalen; hier kaufen und den Fachhandelsaufschlag sparen.

Das sind Dinge, die du leicht nutzt, ohne Reue ersetzt und für die du nie ein Ersatzteil brauchst. Wenn das auf den Artikel zutrifft, ist der Mittelgang kaum zu schlagen.

Was solltest du im Aktionsgang meiden?

Sei vorsichtiger, wo Haltbarkeit, Sicherheit oder Langzeitnutzung ins Spiel kommen:

  • Billige Gasgrills: Die ganz günstigen Brenner und das dünne Blech können sich in ein, zwei Saisons verziehen oder rosten. Wer oft grilliert, fährt mit einem Mittelklasse-Grill vom Fachhändler mit erhältlichen Ersatzteilen pro Jahr günstiger.
  • Gartenmöbel: Manche Sets sind top, aber prüfe das Material ehrlich — unbehandeltes Weichholz vergraut schnell und dünne Pulverbeschichtung platzt ab. Setz dich im Laden drauf.
  • Elektrische Gartengeräte: Hochdruckreiniger, Trimmer und Co. können in Ordnung sein, aber eine Garantie, die du einschicken musst, ist weniger wert als eine, mit der du in den Laden zurückkannst.
  • Impulsgadgets: Der Gang ist auf den ungeplanten Kauf ausgelegt. Ein Spiralschneider für CHF 12, den du einmal benutzt, ist keine Ersparnis — so tief der Preis auch ist.

Wenn es um langlebige Haushalts- und Gartenbasics geht, ist die verlässlichere Wahl oft ein festes Sortiment statt einer Ein-Wochen-Charge — etwa der unterschätzte Wert bei Otto's und Landi, wo Ware und Ersatzteile nicht nach einem Donnerstag verschwinden. Der Mittelgang belohnt eine Liste und bestraft das Bummeln.

Discounter gegen Fachhändler: was die Preise wirklich sagen

So stehen typische Mittelgang-Preise gegen einen Fachhändler bei denselben Sommerkategorien. Der Abstand ist echt, aber lies ihn zusammen mit der Frage, wie hart du den Artikel nutzt — nicht für sich allein.

ArtikelAldi/Lidl AktionspreisFachhandelspreisFazit
Passive Kühlbox / KühltascheCHF 15–30CHF 50–90Kaufen — nahezu gleiche Leistung
Stand-/TurmventilatorCHF 20–35CHF 50–90Kaufen — wenn bei Hitze noch da
Camping-KlappstuhlCHF 10–15CHF 30–50Kaufen — reicht für leichte Nutzung
Holzkohle-KugelgrillCHF 40–60CHF 150–250OK fürs gelegentliche Grillieren
Gasgrill (Einstieg)CHF 120–200CHF 300–500Zweimal überlegen — keine Ersatzteile
Gartenmöbel-SetCHF 100–200CHF 400+Material vor dem Kauf prüfen
SonnenschirmCHF 25–40CHF 80+OK für ein bis zwei Saisons
HochdruckreinigerCHF 60–90CHF 130–250Gemischt — Garantie abwägen
Richtwerte für Discounter- vs. Fachhandelspreise bei Schweizer Sommer-Non-Food, beobachtet über die letzten Saisons inklusive 2026. Genaue Preise variieren je nach Modell, Woche und Laden.

Taugen die Discounter-Grills etwas?

Fürs gelegentliche Grillieren ja. Unabhängige Schweizer Tester wie K-Tipp jagen Discounter-Grills regelmässig durch dieselben Tests wie Premiummarken, und die Einstiegsmodelle landen zuverlässig im Mittelfeld — solide Hitze, etwas ungleichmässigeres Garen, kürzere Lebensdauer. Wer ein paar Mal pro Sommer anfeuert, für den ist ein Holzkohle-Kugelgrill für CHF 40–60 der vernünftige Kauf, und der Fachhandelsaufschlag ist Geld, das du nicht ausgeben musst.

Bei Vielnutzern kippt die Rechnung. Ein Grill, den du zweimal pro Woche anwirfst, will gleichmässige Hitze, dickes Blech und vor allem austauschbare Roste und Brenner. Discounter-Grills bieten selten Ersatzteile, also bedeutet ein defektes Teil einen ganzen neuen Grill. Über fünf Jahre kostet der «teure» Fachhandelsgrill mit Teilen ab Lager oft weniger. Prüfe vor einem grösseren Kauf die unabhängigen Produkttests bei K-Tipp — eine Saison Unterschied bei der Lebensdauer stellt den Preisunterschied in den Schatten.

Kurzer Richtwert: Nutzt du es mehr als einmal pro Woche über mehr als zwei Sommer, rechne pro Jahr und verlange Ersatzteile. Wenn nicht, ist das Günstigste, das funktioniert, die richtige Antwort — und das ist meist der Mittelgang.

Wie du im Mittelgang einkaufst, ohne zu viel auszugeben

Der Gang zahlt sich nur aus, wenn du ihn bewusst angehst. Sechs Schritte verhindern, dass daraus ein Haufen Einweg-Gadgets wird:

  1. Entscheide, bevor du hingehst. Schreib die ein, zwei Dinge auf, die du diesen Sommer wirklich brauchst. Das ganze Layout kämpft gegen einen offenen Kopf.
  2. Kenne den Preis, den du sonst zahlst. Ein Rabatt ist nur echt gegen einen Fachhandelspreis, den du geprüft hast — nicht gegen den «statt»-Kleber des Discounters.
  3. Trenne Verbrauch von Langlebigem. Kühltaschen, Kohle, Stühle und Textilien ruhig kaufen; bei Grills, Möbeln und allem mit Stecker langsam machen.
  4. Prüfe Ersatzteile und Garantiebedingungen bei den grossen Käufen. Keine Teile plus Einschick-Garantie ergibt höhere echte Kosten, was das Schild auch sagt.
  5. Geh früh im Zyklus. Neues Non-Food landet montags und donnerstags; die Artikel, die alle wollen — Ventilatoren bei Hitze — sind innert eines Tages weg.
  6. Nutze Treuevorteile, wo es sie gibt. Die Lidl-Plus-Coupon-Strategie erreicht ab und zu auch Non-Food und knapst noch etwas ab.

Deckt Eini Aldi und Lidl ab?

Eini verfolgt Lebensmittelpreise und Aktionen bei Coop, Migros, Lidl, Aldi, Denner und Aligro, verknüpft sie mit deinem Mahlzeitenplan und erstellt deine Einkaufsliste automatisch. Der Fokus liegt auf der Lebensmittelseite des Ladens — den Aktionen auf Grillfleisch, Getränke und Frischeprodukte, die einen Wochenplan tatsächlich füllen — und nicht auf dem saisonalen Non-Food im Mittelgang, das kein Mahlzeitenplan braucht.

Diese Trennung ist gewollt. Der Mittelgang ist eine Ermessensfrage, die du ein paar Mal pro Sommer stellst; die Lebensmittelrechnung ist die Entscheidung, die du jede Woche wiederholst — und wo unser Algorithmus das Beobachten für dich übernimmt. Eini lässt sich gratis herunterladen, mit einem Premium-Tarif für Haushalte, die die vollen Planungswerkzeuge wollen.

Häufig gestellte Fragen

Ist der Mittelgang von Aldi/Lidl sein Geld wert?

Es hängt von der Kategorie ab. Bei unkritischen Artikeln mit hohem Umschlag — Kühlboxen, Ventilatoren, Campingstühlen, Kohle — ist er wirklich günstig und kaum zu schlagen. Bei langlebigen Gütern, die du über Jahre hart nutzt, etwa Grills und Gartenmöbeln, können fehlende Ersatzteile und Kundendienst einen etwas teureren Fachhandelskauf mit der Zeit günstiger machen.

Welches Sommer-Non-Food lohnt sich dort?

Die verlässlichen Gewinner sind Kühlboxen und Kühltaschen, Stand- und Turmventilatoren, Camping-Klappstühle, Planschbecken und Luftmatratzen, einfache Gartengeräte und Outdoor-Textilien sowie Grill-Verbrauchsmaterial wie Kohle und Anzündwürfel. Das sind Artikel, die du leicht nutzt, ohne Reue ersetzt und für die du nie Ersatzteile brauchst.

Was sollte man im Aktionsgang meiden?

Sei vorsichtig bei sehr billigen Gasgrills, günstigen Gartenmöbeln aus unbehandeltem Holz oder mit dünner Beschichtung und bei elektrischen Gartengeräten, deren Garantie du nur per Post einlösen kannst. Vor allem: Meide Impulsgadgets, die du nicht gezielt brauchtest — der Gang ist auf den ungeplanten Kauf ausgelegt, und ein tiefer Preis für etwas Ungenutztes ist keine Ersparnis.

Taugen Discounter-Grills etwas?

Fürs gelegentliche Grillieren ja — unabhängige Tests wie K-Tipp reihen Einstiegs-Discounter-Grills regelmässig im Mittelfeld ein, mit solider Hitze bei etwas ungleichmässigerem Garen. Für harte wöchentliche Nutzung reichen sie nicht, vor allem weil sie selten austauschbare Roste oder Brenner bieten, sodass ein defektes Teil einen ganzen neuen Grill bedeutet. Vielgriller sparen meist, wenn sie einmal beim Fachhändler kaufen.

Deckt Eini Aldi und Lidl ab?

Ja — Eini verfolgt Lebensmittelpreise und Aktionen bei Aldi, Lidl, Coop, Migros, Denner und Aligro und verknüpft sie mit deinem Mahlzeitenplan. Der Fokus liegt auf der Lebensmittelseite des Ladens statt auf dem saisonalen Non-Food im Mittelgang, denn dort sparen dir ein Wochen-Mahlzeitenplan und eine Einkaufsliste tatsächlich Geld.

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